Mag mich mein Hund? Woran merke ich, dass mein Hund mich liebt?

Liebt mein Hund mich? Vielleicht hast Du Dir diese Frage auch schon gestellt. Wenn Du Deinen Hund uneingeschränkt liebst, nimmst Du höchstwahrscheinlich an, dass er Dich auch liebt. Im Folgenden werden wir Dir ein paar Signale nennen, an denen Du die Liebe und Zuneigung Deines haarigen Freundes erkennen kannst.

Selbst wenn es schwierig ist, das Verhalten eines Hundes vollständig und richtig zu interpretieren, so gibt es zahlreiche Signale, an denen Du die Zuneigung Deines Hundes zu Dir erkennen kannst.

Auch Tiere lassen sich ungern in ihre Gedanken und ihre Herzen blicken, können Gefühle dafür aber nur schwer verstecken.

LIEBT MEIN HUND MICH?

Ganz sicher liebt Dich Dein Hund. Er bringt dies in Hundesprache mit zahlreichen Mitteln zum Ausdruck.

Die folgende Liste hilft Dir, diese Zeichen der Zuneigung und Liebe an seinem Verhalten zu erkennen:

  • Er hat das Bedürfnis, die meiste Zeit an Deiner Seite zu sein.
  • ​Er leckt Dir die Hände, Füße oder das Gesicht ab.
  • ​Er kuschelt sich immer an Deine Seite sobald er kann.
  • ​Er möchte in Deiner Nähe schlafen.
  • ​Er klaut Deine Socken oder andere Kleidungsstücke die nach Dir riechen.
  • ​Er folgt Dir, wohin auch immer Du gehst.
  • ​Er beobachtet Dich ganz genau und achtet auf jede Deiner Bewegungen.
  • ​Er kommt auch dann zu Dir, wenn Du ihn nicht rufst.
  • ​Er wedelt jedes Mal mit dem Schwanz wenn er Dich sieht.
  • Er wird verrückt vor Freude, wenn Du zurück nach Hause kommst. Selbst dann, wenn Du lediglich fünf Minuten weg warst.

Verhaltensweisen können variieren

Bestimmt hast Du schon einige dieser Signale bei Deinem Hund erkannt. Du kannst also sicher sein, dass er Dich liebt.

Der Grad der Ausprägung dieser Verhaltensweisen hängt allerdings stark mit dem individuellen Charakter Deines Hundes, Eurer Beziehung sowie seiner Erziehung zusammen.

Hat er gelernt, dass er Deine Kleidung nicht nehmen darf, dann darfst Du nicht enttäuscht sein, wenn er Deine Socken eben nicht klaut. Du hast es ihm so beigebracht und er zeigt seine Zuneigung, indem er genau dies befolgt.

Auch der Grad des Folgens und Beisammenseins variiert. Ein junger und stürmischer Hund braucht genauso das Toben mit Artgenossen wie anschließende Ruhephasen in trauter Zweisamkeit.

Wenn er also beim Spaziergang plötzlich wegrennt, um mit anderen Hunden zu spielen, dann ist dies völlig normal und kein Zeichen der Abwendung von Dir.

Verhalten genau beobachten

Die hier genannten Verhaltensweisen sind typische Zeichen, an denen Du merkst, dass Dein Hund Dich liebt.

Jedoch werden einige dieser Zeichen auch dann verwendet, wenn der Hund mehr als bloß seine Zuneigung zu Dir zum Ausdruck bringen möchte.

Wenn er Dir nur am Bein hängt oder gar zwischen Deinen Beinen läuft, ist dies ein Zeichen von Angst. Er vertraut Dir und sucht Schutz in Deiner Nähe, hat aber zugleich schreckliche Angst vor etwas und befürchtet, damit nicht alleine klarzukommen.

Du solltest Deinen Hund genau beobachten und bei zu exzessivem Verhalten professionelle Hilfe aufsuchen.

Weitere Signale die Dir Zeigen, dass Dein Hund Dich liebt

Wenn man aufmerksam ist, stellt man fest, dass es viele Verhaltensweisen und Reaktionen gibt, die Dir ganz genau zeigen, was Dein Hund für Dich fühlt.

Hier folgen ein paar weitere Zeichen:

Er lässt Dich seinen Bauch streicheln

Wenn sich Dein Hund auf den Rücken legt und Dir erlaubt und möchte, dass Du ihm den Bauch streichelst, ist das ein Zeichen für totales Vertrauen.

Das ist deshalb so, weil ein Hund der sich auf den Rücken legt, Unterwerfung und somit Verletzlichkeit zum Ausdruck bringt.

Er toleriert Deine Umarmungen

Auch wenn Du Deinen Hund gerne umarmst, um ihm zu zeigen, wie sehr Du ihn magst, solltest Du wissen, dass Hunde diese Geste eigentlich nicht mögen.

Für sie ist eine Umarmung ein Ausdruck von Dominanz und führt bei Hunden zu einem Gefühl der Bedrohung.

Das bedeutet, wenn Dein Vierbeiner sich von Dir ohne Probleme umarmen lässt, zeigt er Dir sein Vertrauen und Zuneigung.

Er versteht, wie Du Dich fühlst und er begleitet Dich in schwierigen Momenten

Hunde sind sehr sensible Tiere. Sie spüren sofort, wenn etwas „im Busch“ ist.

Da Dein haariger Freund Dich ständig im Auge behält, bemerkt er es auch, wenn Du durch eine schwierige Zeit gehst.

Er drückt seine Zuneigung aus, indem er zu Dir kommt und Dich mit seiner Lieblichkeit tröstet.

Er ist der beste Beschützer Deines Zuhauses

Ein Hund eignet sich prima als Beschützer Deiner eigenen vier Wände.

Sobald sich jemand an Deiner Tür befindet oder sich ihr nährt, schlagen Hunde mittels Bellen Alarm. Dies tut er, weil er Dich als Teil seiner Familie sieht und das Haus beschützen möchten.

Manchmal signalisiert er aber auch nur die Ankunft Deiner Besucher.

Dein Gähnen steckt Deinen Hund an

Wenn Du gähnst und Dein Hund plötzlich mitgähnt, ist dies ein Zeichen seiner Verbundenheit mit Dir. Er synchronisiert quasi seine Verhaltensweisen mit Dir.

Das Gähnen beim Hund ist ein Zeichen für Entspannung.

Auch wenn Du aus Müdigkeit gähnen musst, versteht Dein Hund, dass Du einfach stressfrei und entspannt bist. Er zeigt durch sein Gähnen, dass er genauso relaxed ist.

Er bringt Dir Geschenke

Es ist nicht so, dass Dein Hund ins nächste Geschäft läuft und Dir ein Geschenk kauft, aber er zeigt Dir seine Zuneigung, indem er Dir bestimmte Dinge bringt.

Dabei handelt es sich meist um Spielzeuge, an denen er geknabbert hat.

Wenn Dein Hund Zugang zu einem Garten oder Feld hat, kann er Dir durchaus tote Tiere bringen. In diesem Fall solltest Du ihn nicht korrigieren, sondern das Verhalten einfach ignorieren.

Das ist eben die Art eines Tieres Dir seine Zuneigung zu zeigen.

Die Liebe eines Hundes

Wie sehr Dich Dein Hund mag und wie er es Dir zeigt, hängt maßgeblich von Deinem Umgang mit ihm ab.

Denke aber auch daran, Grenzen zu setzen und ihm beizubringen, Deine Räume zu respektieren. Das Gleiche solltest Du auch für ihn tun.

Eine aufdringliche und exzessiv abhängige Beziehung zu Deinem Hund ist weder für ihn noch für Dich gut.

Erlaube ihm immer, sich mit anderen Hunden zu sozialisieren und stimuliere seine Intelligenz durch verschiedene Spielzeuge.

Mein Hund mag mich nicht mehr

Wenn Du der Meinung bist, dass Dein Hund Dich nicht mehr mag, solltest Du zunächst die Situation mit ausreichend Abstand betrachten.

Was genau bringt Dich auf den Gedanken, Dein Hund mag Dich nicht mehr?

Zeigt er plötzlich nicht mehr die oben genannten Verhaltensweisen oder sucht er gar Abstand von Dir?

Eine Beziehung zwischen Hund und Mensch ist sehr innig und ohne Grund ändert sich von heute auf morgen nichts, was diese enge Liebe zerstört.

Vielleicht warst Du inkonsequent in Deinem Verhalten und hast den Hund für etwas bestraft, was Dir bislang immer gut gefiel.

Vielleicht hat er auch plötzlich andere Prioritäten für sich entdeckt.

Wenn Dein Rüde die Spur einer läufigen Hündin gewittert hat, wird er in diesem Moment kaum bei Dir bleiben wollen, sondern vielmehr seinem natürlichen Trieb folgen.

Gründe für vermeintliche fehlende Hundeliebe


Wenn einige oder gar alle der oben erwähnten Verhaltensweisen fehlen, wird Dich Dein Hund noch immer lieben, dies aber im Moment nicht zum Ausdruck bringen. Gründe hierfür können sein:

1

DEIN HUND IST KRANK

Vielleicht hat Dein Hund Schmerzen oder fühlt sich einfach unwohl.

Wenn Dir auch andere Dinge an ihm auffallen, solltest Du dies von einem Tierarzt abklären lassen.

Genauso wie wir Menschen bei Krankheit keine Lust auf besondere Zuneigung und körperliche Nähe haben, geht es auch Hunden.

2

DEIN HUND IST VERLIEBT

Wenn Du einen unkastrierten Hund oder Hündin hast, dann spielen auch dort die Sexualhormone eine wichtige Rolle.

Eine heiße Hündin ist dabei genauso an tollen Rüden interessiert, wie diese kaum noch fressen oder schlafen wollen und können.

Dein Hund liebt Dich nach wie vor über alles, aber hat einfach einen unwiderstehlichen Duft in der Nase.

3

DEIN HUND MÖCHTE ALLES RICHTIG MACHEN

Um Dich nicht zu enttäuschen, gibt er Dir bewusst nicht die Signale, an denen Du erkennst, mein Hund liebt mich.

Auch die stärksten Rüden, die es beim Gassi gehen jedem klar machen müssen, sind zu Hause andere, zahme Charaktere und wollen mit Dir spielen, schmusen und zusammen sein.

Gerade diese Hunde neigen jedoch dazu, meist direkt nach einer aufregenden Gassirunde, nicht dieses Verhalten zu zeigen.

Dich hat unterwegs sein Ziehen an der Leine gestört und Du hast ihn korrigiert. Jetzt denkt er, dass Du noch immer mit ihm böse bist, und sucht daher bewusst nicht Deine Nähe.

Es ist also wichtig in der Hundeerziehung und bei jeder noch so kleinen Korrektur, dass Dein Hund diese direkt mit seinem Verhalten in Verbindung bringt.

Und auch regelmäßig gelobt wird, auch wenn er vermeintlich gar nicht zuhört. Er hört und vor allem er spürt es immer.

Nimm Dir Zeit, Deinen Hund zu verstehen

Wenn Du also der Meinung bist, dass Dein Hund Dich nicht mehr mag, dann nehme Dir einen Augenblick Zeit und versuche, ihn zu verstehen.

Bei einer läufigen Hündin in der Nachbarschaft hast Du keine Chance, das Verlangen nach ihr kann für Wochen anhalten.

Unternehme doch einfach einen spontanen Ausflug mit ihm. Dies bringt Euch beide auf neue Gedanken und Ihr werdet nach dem Spaziergang beide ganz sicher wissen, wie sehr Ihr Euch liebt.

Erziehung spielt auch eine Rolle

Auch die Erziehung spielt eine große Rolle und muss stets beachtet werden, bevor Du denkst, mein Hund mag mich nicht mehr. Er ist zwar Dein Beschützer, aber zugleich versteht er Dich als Rudelchef.

Du darfst also nicht erwarten, dass er Dich bei jedem Streit mit einem Fahrradfahrer auf dem Waldweg aktiv unterstützt und diesen vertreiben möchte.

Ganz im Gegenteil, hält er sich aus der Diskussion heraus, bringt er damit seine Akzeptanz Deiner Position gegenüber zum Ausdruck. Besser so, als wenn Dein Hund selbst die Dinge regeln möchte, und Ihr beide massiven Ärger deswegen bekommt.

Auch wenn das oben genannte Bellen bei Besuchern ausbleibt, ist es kein Zeichen der Abneigung Deines Hundes.

Wahrscheinlich hast Du ihm beigebracht, dass er im Haus nicht bellen darf.

Oder Du hast einen besonders freundlichen Hund, der sich einfach über Besucher freut. Nicht jeder Hund ist ein Wachhund.